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Hunde-ausbilden

27.02.2014

Warum darf ein Hund nicht bestraft werden?

Alle von Ihrem Hund bisher an den Tag gelegten Verhaltensweisen sind aus Lernerfolgen heraus entstanden und so auch artgerecht, immerhin haben wir es versäumt, ihm etwas anderes beizubringen. Nehmen wir das Beispiel “Betteln” am Tisch: hier hat ein Hund bereits erlernt wenn ich ausdauernd genug bin und mich durch Jaulen, Winseln usw. bemerkbar mache, wird immer wieder etwas dabei herausspringen.

Der Hund wird solange beschriebenes Verhalten zeigen, bis der Mensch ihm eine lukrative Alternative hierzu bietet: z.B. ruhig auf der Decke neben dem Tisch zu liegen und dafür durch Leckereien belohnt zu werden. Dem Hund ist letztlich nicht wichtig, WIE er an sein Ziel kommt, es ist wichtig, DASS er an sein Ziel kommt. Aus diesem Grund wird jeder Hund Ihre Alternative gerne und natürlich freiwillig annehmen. Würden Sie aber statt Alternativen zu bieten sein Verhalten bestrafen, leidet das Verhältnis zu Ihnen als Rudelführer, denn welches Alphatier würde ein artgerechtes Verhalten bestrafen? powered by hundewelten

Hund bestrafen

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Die sprachfreie Hundeerziehung, ohne Hilfsmittel oder Druck!


Warum ist die Bestätigung mit Futter wichtig?

Der Futtertrieb ist einer der stärksten und ausgeprägtesten Triebe des Hundes. Es ist hierbei nicht wichtig, wie viel Futter er bekommt, sondern DASS er etwas bekommt. 

Aufgrund dieser trieblichen Situation entwickeln Hunde schnell eine hohe Erwartungshaltung und motivieren sich selbst, in dem sie zur Befriedigung des Futtertriebes das neu erlernte Verhalten wählen werden, immerhin hat er ja nun gelernt, dass genau dieses neue Verhalten zum Ziel führt. Wenn die wichtige Ressource “Futter” ausschließlich über DEN Menschen erlangt werden kann, schaffen Sie als Mensch eine positive Abhängigkeit des Hundes zu Ihnen als Rudelführer, denn nur Rudelführern obliegt es, Ressourcen auch zu besitzen und zu verwalten. 

Des Weiteren baut Futter im Zusammenspiel mit Bewegung STRESS ab, eine Bestätigung durch Beute (aus unserer Sicht, Spielzeug, Bälle, Stöcke usw.) baut dagegen Stress auf. Der aktivierte “Beutetrieb” lässt den Hund Beute kontrollieren bzw. besitzen wollen und spätestens beim wieder-Abgeben der mal überlassenen Beute gibt es eine “Konfliktsituation”. Würden wir nun anfangen, mit dem Hund um Beute zu “streiten” z.B. durch Zerrspiele, kann es passieren, dass uns der Hund als rang niedriger ansieht und versuchen wird, diese Beute auch unter Aggression zu verteidigen.

Anti-Giftköder-Training

Und alles OHNE Hilfsmittel, Gewalt oder Kommandos. 

Und JA, es funktioniert auch wenn der Mensch nicht daneben steht!


Trennung vom Partner oder Hund?

Mal ehrlich: Würdest Du Dich von Deinem Hund trennen, nur weil Dein neuer Lebenspartner keine Hunde mag? Oder “Deinen Kater” ins Tierheim schicken, weil "er" oder "sie" eine Katzenhaarallergie hat?

Die Entscheidung ist denkbar schwierig, dennoch fällt sie bei überzeugten Tierhaltern meistens zugunsten ihrer vierbeinigen Lieblinge aus. Das hat eine Studie ergeben, die besagt: 66,3 Prozent aller befragten Hundehalter sind sich einig: Im Zweifelsfall entscheiden sie sich FÜR den Hund und gegen DEN neuen Partner. Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts The Consumer View (TCV) in Bremen. Befragt wurden insgesamt 368 Tierhalter.

"Vor allem Frauen halten zu ihren Vierbeinern", so Uwe Friedemann vom TCV, " 75 Prozent der befragten Hundehalterinnen würden lieber ihren neuen Freund als ihren Hund verlassen, wenn Mensch und Tier sich nicht vertragen. Bei den Männern sind es dann 57,6 Prozent, die sich für ihren Hund entscheiden würden", so Friedemann weiter. Nur 5,4 Prozent aller Männer und 2,7 Prozent der Frauen können sich vorstellen, den Hund für ihren neuen Partner zu verlassen. "Besonders Befragte über 50 Jahren, egal ob männlich/weiblich, vertrauen offenbar mehr der Freundschaft zum Tier als der neuen Liebe, denn 74,2 Prozent aller Befragten der 50 plus-Generation würden sich für den Hund entscheiden", 29,6 Prozent aller Befragten können sich nicht festlegen.

Besonders jugendliche Hundehalter unter 19 Jahren sind mit 36,4 Prozent unsicher, ob sie sich für ihren Hund oder den neuen Partner entscheiden sollen.

Trennung vom Hund

26.02.2014

Das Lernverhalten des Hundes

Hunde verfügen über das so genannte Schwarz-Weiß denken! “Vielleicht”, “Manchmal”, “ein bisschen” usw. das alles kennt der Hund nicht. ALLE seine Handlungen sind einzig auf Erfolg und Lukrativität ausgerichtet, immerhin haben wir es mit einem egoistischen, triebgesteuerten Raubtier zu tun.

Ein Hund wählt immer den direkten und kurzen Weg um an das angestrebte Ziel zu kommen. Um nachhaltige Lernerfolge zu erlangen, müssen die Übungen dann in verschiedenen Situationen und an verschiedenen Orten durchgeführt werden, es reichen hier 3 bis 5 Wiederholungen in verschiedenen Situationen. Hunde leben in der Gegenwart, dies bedeutet, dass wir ein geringes Zeitfenster haben um ihn mit Futter oder Lob für sein richtiges Verhalten zu bestätigen.

Alleine aus diesem Grund bringt das leider oft empfohlene “Ignorieren des Hundes” rein gar nichts. powered by hundewelten