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15.11.2016

Hundehaftpflicht: Die sinnvolle Versicherung für Hund und Halter



Auch der am besten erzogene Hund kann plötzlich Schäden anrichten, die enorme Kosten verursachen. Wer diese Kosten tragen muss, ist in Deutschland gesetzlich geregelt: Der Hundehalter haftet unbegrenzt mit seinem Privatvermögen. Und das unabhängig davon, ob ihn selbst eine Schuld am Verhalten des Hundes trifft. Der Gesetzgeber nennt dies die „Gefährdungshaftung“.

Die in einigen Bundesländern bereits obligatorische Hundehaftpflicht schützt Hund und Halter.

Wie bei einer Haftpflichtversicherung für den Menschen werden mit der Hundehaftpflichtversicherung Schäden an Personen und an Sachgegenständen sowie Vermögensschäden abgedeckt. Gerade wenn Personen involviert sind, kann es sehr teuer werden und nicht ohne Grund beginnen die von den Versicherern angebotenen Deckungssummen in der Regel bei fünf Millionen Euro. Neben den wählbaren Versicherungssummen kommen viele weitere Kriterien zum Tragen. Sich verschiedene Haftpflichttarife für Hunde anzeigen zu lassen und miteinander zu vergleichen, ist für den Verbraucher in den meisten Fällen sinnvoll.

Ein klassisches Beispiel für einen vom Hund verursachten Schaden im Straßenverkehr: Ihr Vierbeiner läuft vor ein Auto und dadurch muss ein Autofahrer ausweichen. Als Folge davon kollidiert der ausweichende Fahrer mit anderen Fahrzeugen, was Sachschäden mit sich bringt. Im schlimmsten Fall wird jemand verletzt, was sehr kostenintensive Operations- und Rehakosten zur Folge haben kann. Ohne Ihre bestehende Hundehaftpflicht müssten Sie die gesamten Kosten tragen. Ob der Schadensanspruch berechtigt ist, wird zudem vom Versicherer geprüft. Die Hundehaftpflicht ist somit auch gleichzeitig ein passiver Rechtsschutz, denn die Versicherungsgesellschaften wehren im eigenen Interesse unberechtigte Schadenersatzforderungen Dritter ab.
Merkmale und Leistungen einer Hundehaftpflichtversicherung
Es gibt eine Vielzahl an spezialisierten Versicherungsgesellschaften, die im Bereich Tierversicherungen Tarife anbieten, die genau an den konkreten Bedarf von Hundehaltern angepasst sind. Gängige Bedingungen wie die Höhe der Deckungssumme, die Versicherung mit oder ohne Selbstbeteiligung oder die Laufzeit des Vertrages sind wichtige Kriterien. Darüber hinaus ist es von Bedeutung, welche Leistungen bzw. Klauseln Bestandteil des Versicherungsumfangs sind. Je nach Bedarf können Hundehalter unter anderem aus den folgenden wählen:

Auslandsschutz: Nicht jede Hundehaftpflicht greift bei im Ausland verursachten Schäden. Versicherer unterscheiden auch zwischen europäischem und weltweitem Ausland und Dauer des Aufenthalts.

Hüter-Versicherung: Nicht nur der Halter und Versicherungsnehmer ist versichert, auch der aktuelle Hüter, falls er Freund, Bekannter oder Familienmitglied ist. Ausgenommen ist gewerbsmäßige Tierhütung. Hierfür benötigen Tiersitter eigene Versicherungen.

Leinenzwang: Ein Kriterium ist auch, ob Leinenzwang zu jeder Zeit besteht oder ob die Versicherung bezahlt, wenn ein nicht angeleinter Hund plötzlich seinem Instinkt folgt, losrennt und dabei einen Schaden verursacht.

Mehrtierrabatte: Besteht die Möglichkeit mehrere Tiere zu versichern, werden zumeist Rabatte von den Versicherungsgesellschaften gewährt.

Mietsachschäden: In Mietobjekten (Mietwohnung oder Ferienhaus) verursachte Schäden an beweglichen und unbeweglichen, fest verbundenen Gegenständen können auch mitversichert sein.

Ungewollte Deckakte: Wenn Rüden einen Deckschaden verursachen, das heißt entgegen dem Willen der Hundehalter eine Hündin schwängern, werden Kosten wie Arztkosten, Zuchtausfall etc. übernommen.

Die Hundehaftpflicht als Pflichtversicherung
Die Hundehaftpflicht ist unabhängig von der Hunderasse bereits Pflicht in den folgenden Bundesländern:
Berlin
Hamburg
Niedersachsen
Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein
Thüringen

In diesen Bundesländern sind schon die Käufer von Hundewelpen dazu verpflichtet, eine Haftpflichtversicherung für ihren Hund abzuschließen. Bei Nichtbeachtung drohen dem Hundehalter Verwarn- und Bußgelder. Die jeweiligen Hundeverordnungen der Bundesländer sehen dabei Mindestversicherungssummen ab 500.000 Euro für Personenschäden und 250.000 Euro für sonstige Schäden vor. Andere Bundesländer wie zum Beispiel Bremen, Brandenburg oder Hessen schreiben die Hundehaftpflicht als Pflichtversicherung nur für bestimmte Rassen bzw. Listenhunde vor. Für diese Vierbeiner gelten meistens eigene Bestimmungen bei den Versicherern.

Die Kündigungsfrist bei einer Hundehaftpflichtversicherung mit einjähriger Vertragslaufzeit beträgt zumeist drei Monate zum Vertragsende hin, kann bei Tod des Hundes oder bei Verkauf jedoch per Sonderkündigungsrecht vorzeitig beendet werden.

weitere Infos unter: https://www.vergleichen-und-sparen.de/hundehaftpflicht/

02.11.2016

Unglaubliches zur Strafe in der Hundeerziehung















Unglaubliches, gefunden im Netz.

Hundeverhaltensberater mit Erlaubnis nach TierSchG. §11, 8f für Hundetrainer beim Versuch „positive/negative Strafe“ und „negative Verstärkung“ anhand von Beispielen zu erklären!

Negative Verstärkung:
Sie rucken solange an der Leine nach unten, bis sich Ihr Hund hinlegt. Daraufhin lässt der Schmerz nach. Ihr Hund lernt also: Hinlegen bedeutet: „Keine Schmerzen“!

Positive Strafe:
Wenn sich Ihr Hund auf das Kommando „Platz“ nicht hinlegen will, rucken Sie kräftig an der Leine.
Ihr Hund legt sich nun hin, weil er dem Ruck und dem damit verbundenem Schmerz entfliehen will.

Negative Strafe:
Beim Kommando „Platz“ legt sich Ihr Hund NICHT hin, Sie wenden dem Hund den Rücken zu und er bekommt KEIN Futter. Sie haben ihn daher bestraft, indem Sie ihm etwas entzogen haben.

Ich rufe alle Verfechter von „positiver/negativer Strafe“ und „negativer Verstärkung“ auf, dies im praktischen Selbstversuch einmal nachzustellen. Gerne sind wir von Hundewelten dabei behilflich. Gegen die Schmerzen empfiehlt sich im Vorfeld, Aspirin akut zu besorgen, Sie werden viel davon benötigen!

Zu Risiken und Nebenwirkungen befragen Sie NICHT Ihren Verhaltensberater oder Tierpsycholgen, die haben nämlich von sinnvoller Hundeerziehung- und Therapie keine Ahnung, wenn sie mit „positiver und negativer Strafe“ oder „negativer Verstärkung“ arbeiten!

Nicht genug damit, dass die Wörter „Positiv“ und „Strafe“ in absolutem Widerspruch zueinander stehen, scheint der Angriff auf das Wesen Hund ungebrochen und tendiert zu immer abstruseren Thesen und Theorien.

Was passiert, wenn man den Hund bestraft? Genau zwei Dinge:

1. Wir implizieren immer Meideverhalten in den Hund, was bedeutet, er wird zuvor bestraftes Verhalten vermeiden ohne zu wissen, was er besser machen kann!

2. Der Hund wird zuvor bestraftes Verhalten nicht mehr in Ihrem Beisein zeigen. Da ein Verhalten durch Bestrafung ja nicht einfach aufhört, sondern lediglich unterdrückt wurde, wird Ihr Hund das nun „heimlich“ tun.

Es scheint, viele Hundeexperten verzichten bewusst auf das Denken wenn es um den Hund geht.

18.10.2016

Hund attackiert Pferd




Entspannte Ausritte sind Balsam für die Reiterseele und natürlich für das Pferd.

Leider werden diese Ausritte jedoch zum blanken Horror, wenn freilaufende Hunde plötzlich angreifen.

Schreien, flüchten, wegreiten? Was sollte man tun, wenn ein freilaufender Hund Pferd und Reiter angreift?

Die Szene ist ein Albtraum für jedem Reiter. Man ist mit allen Sinnen bei seinem Pferd, genießt die Natur und erlebt den oben beschriebenen Albtraum: Ein Hund greift das Pferd an, er beißt und versucht, nach den Füßen des Reiters oder des Pferdes zu schnappen. Nicht selten erschrecken sich Pferde durch lautes Bellen und Knurren, sie Steigen und können Ihren Reiter abwerfen.

Im Schlimmsten Fall werden Pferd und Reiter durch Bisse verletzt, wenn das Pferd nicht vorher in Panik verfällt und im gestreckten Galopp weg läuft. Auch hier kann es zu schlimmen Unfällen mit anderen Verkehrsteilnehmern kommen, wenn das Pferd (mit) Reiter zusammen über eine Strasse läuft, von einem Auto erfasst wird, oder Fußgänger, Jogger oder Radfahrer umrennt.

Schreien, flüchten, wegreiten? Was sollte man tun, wenn ein freilaufender Hund Pferd und Reiter angreift?

In den meisten Fällen werden Angriffe durch den Hund nicht von Aggression ausgelöst, sondern durch die Bewegung des Pferdes. Bewegung löst bei Hunden den Hetz- und Beutetrieb aus.

Präventiv empfehlen wir, sofort das Tempo zu verlangsamen und anzuhalten. Starren Sie entgegenkommende Hunde nicht an, auch ein unbewusst herunter gebeuter Oberkörper des Reites wirkt bedrohlich auf Hunde.

Fuchtelnde Bewegungen mit Beinen oder Armen aktivieren erst recht den Hetztrieb des Hundes und verschlimmern jede Situation.
Bleiben Sie ruhig und schauen Sie den Hund normal an. Sollten Sie eine Gerte mit sich führen, so sollte sie nicht gegen den Hund eingesetzt werden.

Wenn Sie einen unkontrolliert herumlaufenden Hund rechtzeitig sehen, sollten Sie absteigen. Sie können vom Boden aus Ihr Pferd und sich besser schützen, indem Sie sich zwischen Hund und Pferd stellen. Auch in diesen Situationen verzichten Sie auf Schreien und Anstarren des Hundes. Schauen Sie auf keinem Fall weg, dies verstehen Hunde als Schwäche.

Sollten Sie oder Ihr Pferd dennoch verletzt werden, so haftet der Hundehalter. Erstatten Sie auf jeden Fall Anzeige gegen den Hundehalter, soweit Sie die Identität des Halters in Erfahrung bringen können. www.hundewelten.de

17.10.2016

Hören Sie auf Probleme zu ignorieren!

video

Hören Sie auf Probleme zu ignorieren!
Jetzt informieren
www.hundewelten.de

Sitz-Platz-Hau ab


RICHTIGES VERHALTEN BEI TIERBEGEGNUNGEN
SITZ, PLATZ, HAU AB!

Bissige Hunde, Giftschlangen, Wildschweine, Wölfe, Bären – was tun, wenn Tiere zur
Bedrohung werden? FREERIDE klärt auf. Teil 2: der bissige Hund.

11.10.2016

Lebe Deinen Traum!


Zert. Hundetrainer nach DGHV Standard

Hobby zum Beruf machenSie möchten Ihr Hobby zum Beruf machen und mit Hunden arbeiten?

Hunde ausbildenSie arbeiten bereits mit Hunden, sind aber mit den Ergebnissen nicht zufrieden?

Hundetrainer als JobSie wollten immer mit Hunden arbeiten und damit Ihren Lebensunterhalt verdienen?

Dann sollten Sie zu Hundewelten kommen, dem größten Ausbildungszentrum für
Hundetrainer in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Nonverbale Hundeerziehung ohne Gewalt und Hilfsmittel. Schnell - Effektiv - Artgerecht!

05.10.2016

Zert. Hundetrainer nach DGHV Standard


Hundetraier Ausbildung in Hamburg. Eine tolle und hochmotivierte Truppe. 
Danke für euer Engagement.

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Zert. Hundetrainer nach DGHV Standard



Vorankündigung
Auf vielfachen Wunsch planen wir eine Hundetrainer-Ausbildungsstaffel 2017 in Essen
Voraussichtlich ab September.
Voranmeldung wird erbeten.
Es sind 14 Plätze frei, 4 haben wir bereits vergeben.
> Weitere Infos

20.09.2016

Hundewelten Seminare und Ausbildungen 2017

Ausbildungstermine 2017

Wir setzen völlig neue Maßstäbe in der Kynologie und führen veraltete Erziehungsmethoden ad absurdum. 

Wir lehren neue Wege in der Hundeausbildung, zeigen effektive Wege in der Hundetherapie und überzeugen durch absolut gewaltfreie Resultate. 

Sicher haben Sie sich schon über andere Ausbildungsinstitute informiert und festgestellt, dass es viele Trainingssysteme und noch mehr Ausbildungsmethoden gibt, deren Qualität aber oft zweifelhaft ist. Gerhard Wiesmeth war vor 13 Jahren der erste Hundeausbilder, der Problemverhalten bei Hunden sprachfrei therapierte und daraus ein System formte. Es gibt heute viele Nachahmer, die vorgeben sprachfrei zu arbeiten, leider mehr Kopie als Original.

Zeitersparnis und persönliche Flexibilität durch ein duales Ausbildungssystem

Ihre Ausbildung zum zert. Problemhundetherapeut SDTS® besteht aus zwei Modulen: Sie absolvieren die 5 Präsenzphasen im 14-tägigen Rhythmus, jeweils Samstags von 11 bis 17 Uhr und Sonntags von 10 bis 16 Uhr. Termine und Ausbildungsorte für die Präsenzseminare finden Sie unten. Die Theorie erarbeiten Sie sich bequem von zu Hause aus. Das bringt persönliche Flexibilität und Sie sparen Zeit und Kosten. Alles wird so auch nebenberuflich möglich. Zudem erhalten Sie kostenlosen Zugang zu unserem Online Portal. Dies ermöglicht Ihnen den fachlichen Austausch mit Dozenten und anderen Teilnehmern, auch zwischen den Präsenzphasen und an unterrichtsfreien Wochenenden.
 
April 2017
 
Ausbildungsstaffel zert. Problemhundetherapeut - Ausbildungsbeginn 29.04.2017
Essen
 
Mai 2017
 
Ausbildungsstaffel zert. Problemhundetherapeut - Ausbildungsbeginn 13.05.2017
Stuttgart
 
Juni 2017

Ausbildungsstaffel zert. Problemhundetherapeut - Ausbildungsbeginn 17.06.2017 
Berlin

 
Juli 2017
 
Ausbildungsstaffel zert. Problemhundetherapeut - Ausbildungsbeginn 01.07.2017
Hamburg

Ausbildungsstaffel zert. Problemhundetherapeut - Ausbildungsbeginn 22.07.2017
Frankfurt

6 Wochenenden: Samstags 11 bis 17 Uhr, Sonntags 10 bis 16 Uhr. Gesamtkosten: 2.950.- Euro 
(Ratenzahlung möglich) Max. je 15 Teilnehmer zugelassen. Falls Sie noch Fragen haben, stehen wir 
Ihnen gerne zur Verfügung. 

Zielgruppe: Alle Hundehalter, Hundetrainer/Ausbilder, Berufsneuorientierung, Fort- und Weiterbildung, Vorkenntnisse nicht notwendig. 
Unterkunft, Verpflegung/Fahrtkosten nicht enthalten. Gerne empfehlen wir Ihnen aber Übernachtungsmöglichkeiten in der Nähe.
Diese Ausbildung erfüllt alle Anforderungen nach §11 TierSchG. für die Erlaubnis als Hundetrainer


An das Hundewelten Team

An das Hundewelten Team, ich möchte mich Herzlich bei Stefanie Weinrich fűr das lehrreiche Seminar als Systemhundeberater in Frakfurt bedanken. Da ich im ständigen Kontakt mit Hunden bin ist es fűr mich sehr hilfreich und wichtig die Körpersprache so wie das verhalten von Hunden richtig zu deuten. Die Lerninhalte und das Wissen von Hundewelten haben mich sehr űberzeugt und helfen mir bei meinem täglichen Umgang mit dem Hund. Frau Weinrich ist in dem Seminar auf alle Teilnehmer eingegangen, solange bis die Inhalte verstanden worden sind. Sie hat Fallbeispiele direkt am Hund gezeigt und wir hatten die mőglichkeit das erlernte Wissen direkt in die Theorie umzusetzen. Ich bin begeistert von euch und möchte Hundewelten weiterempfehlen. Mit Herzlichen Grűßen Saskia

URLAUB OHNE HUND: WO IST MEIN VIERBEINER GUT AUFGEHOBEN?

Sie planen eine lange Reise und können Ihren Vierbeiner nicht mitnehmen? Stefanie Weinrich von www.hundewelten.de verrät, wo Hunde sicher während eines Urlaubes unterkommen und auf was Sie bei der Wahl der Unterkunft achten sollten.

http://holidays.hrs.de/journal/themenurlaub/urlaub-ohne-hund-wo-ist-mein-vierbeiner-gut-aufgehoben/

Mein Hund macht nichts falsch!


21.07.2016

Irgendeine Rezension zu irgendeinem Buch!

Irgendeine Rezension zu irgendeinem Buch!

Wenn man deutlich zu erkennende aggressive Interaktionen zwischen Hunden als „harmloses Spielverhalten“ definiert, wenn man Bilder von zähnefletschenden Hunden als nicht „problematisch“ bezeichnet und wenn man dieses gefährliche Halbwissen auch noch in einem Buch veröffentlicht, ist man entweder jenseits aller kynologischen Erkenntnisse oder aber es wird Zeit, den Beruf „Hundetrainer“ an den Nagel zu hängen und sich abseits der Zivilisation mit Schafen statt Wölfen zu beschäftigen.

Da Bücher für gewöhnlich, wenn auch empirisches Wissen vermitteln möchten, bleibt die brennende Frage, warum man zu etwa einem Drittel des Buches über Mitbewerber in der Hundetrainerszene schreibt. Von unqualifizierten Aussagen bis hin zu widersprüchlichen und abenteuerlichen Theorien hat sich der Autor hiermit ganz klar disqualifiziert.  Es ändert leider auch nichts, wenn man Zimen oder Trumler zitiert, es spricht eher für Antiquiertheit. Die Empfehlung, man möge sich doch mit der Verhaltensbiologie auseinandersetzen entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Man kann Kappeler sicherlich empfehlen, vorausgesetzt man möchte mehr über die Maximierung der Energiegewinnrate, Lunarperiodik oder Krypsis erlernen. Da man als Fachbuchautor allerdings wissen müsste, dass Wölfe sich nicht tarnen, und zudem auch keinen Mondphasen folgen, muss dringend hinterfragt werden, welchen Sinn solch eine Empfehlung hat. Es hat den Anschein, als möchte man mit vermeintlichem Fachwissen und dem Verweis auf Biologen sowie selbst durchgeführter Studien, Fachverstand suggerieren. Einfach sinnlos geht eben auch!

Zusammenfassend könnte man also sagen: Manche Hundetrainer wissen ganz viel über Hundeerziehung, sie können es nur nicht anwenden. Das Lesen von Hundeerziehungsbüchern scheint ein geniales Mittel, um Denken zu vermeiden!

Zum Thema „Rudelkonzept“ ist sicherlich in der letzten Zeit sehr viel diskutiert worden und es haben sich unterschiedliche Lager gebildet. Zu dieser These kann man eigentlich nur eines sagen: Anthropomorphismus hat Hochkonjunktur.

Für manche Hundeexperten gelten aber scheinbar die Grundlagen der Ethologie nicht, sie „SPIELEN“ sich die Probleme eines Hundes schön. Verteidigungs-Spiel, Spiel-Aggression oder Begrüßungsknurren sind im Vokabular vieler Hundetrainer. Ich möchte mit einem Zitat von Robert Lemke darauf antworten:  „Wenn die Menschen nur über Dinge reden würden, von denen sie etwas verstehen - das Schweigen wäre bedrückend.“

Nicht müde werdende Verhaltens-Vereinfacher sollte man definitiv sofort zur Strecke bringen. Beginnen wir aber zuvor mit Verhaltens-Verkomplizierern, die vom Wesen Hund soweit weg sind, wie Spielen von Aggression! Der Vorteil der meisten Bücher liegt eben darin, dass man ohne sie auskommen kann. Dies sehen viele Rezensenten glücklicherweise ebenso. Es besteht also noch Hoffnung für die Kynologie. Befriedigend ist, dass die Autoren und vermeintlichen „Wegweiser“ der Kynobiologie langsam aber sicher aussterben und das ist gut so.

Vielleicht dürfen wir demnächst auf die „gute alte Zeit“ zurückblicken und werden verschont mit psychisch-emotionaler Vergewaltigung unserer Haushunde.

Hin und wieder sind tatsächlich Lichtblicke am Horizont der Szene aus selbsternannten Wolfsforschern und Hundeexperten zu sehen. Dann nämlich wenn man zu der Erkenntnis gekommen ist, dass Hunde eine klare Körpersprache haben. Leider wird diese absolut  zutreffende Aussage ad absurdum geführt, indem man im selben Atemzug relativiert: „Was gefährlich aussieht, muss nicht gefährlich sein“! STOP! Wenn´s gefährlich aussieht, ist es nicht gefährlich? Das ist ungefähr so sinnvoll wie: „Bei Jagdspielen wird der gejagte Hund wie Beute verfolgt, jedoch nicht getötet“ oder „manche Rassen gibt´s jetzt auch ohne Jagdtrieb!“ Lassen Sie mich an dieser Stelle Albert Einstein zitieren: „Der Horizont der meisten Menschen ist ein Kreis mit dem Radius 0. Und das nennen sie ihren Standpunkt.“

Ein Pamphlet? Ja, das mag sein und war wohl beabsichtigt. Unsinn bleibt eben Unsinn, auch wenn Hunde- und Wolfsexperten es gebetsartig seit 50 Jahren verbreiten!

Der Leser von Fachlektüre zum Thema Hund sollte also eines tun: Die rosarote Brille abnehmen und die Natur des Hundes erkennen. Das Wissen und die Theorien von angeblichen Forschern und Kynologen hinterfragen und das eigene Bauchgefühl dagegen setzen, das ist es was wir brauchen, um in Zukunft mit unseren Hunden problemfrei zusammen zu leben.

Der Autor.

11.02.2016

Rechtsprechung der niedersächsischen Justiz

Gewerbsmäßiger Hundeausbilder - Sachkundenachweis durch Fachgespräch

Die zuständige Behörde ist gesetzlich dazu verpflichtet, Antragstellern zum Nachweis ihrer Sachkunde ein Fachgespräch anzubieten und dieses auch zu organisieren.

VG Stade 6. Kammer, Urteil vom 19.10.2015, 6 A 1882/14
Art 12 Abs 1 GG, Art 3 Abs 1 GG, § 11 Abs 1 S 1 Nr 8f TierSchG
Tatbestand
1
Die Klägerin begehrt eine Erlaubnis zur gewerbsmäßigen Hundeausbildung.
2
Die Klägerin betreibt eine Hundeschule. Im Jahr 2005 absolvierte sie bei der privaten Ausbildungsstätte „Hundewelten“ Lehrgänge als Problemhundetherapeutin (Dauer 3 Monate) sowie als Gebrauchshundeausbilderin (Dauer 1,5 Monate) und Problemhundeberaterin (Dauer 3 Tage). „Hundewelten“ kooperiert mit dem Deutschen Gebrauchshundeverband, ist nach der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung (AZAV) als Bildungsträger offiziell anerkannt und von der DEKRA zertifiziert.
3
Mit Schreiben vom 27.06.2014 beantragte sie beim Beklagten eine Erlaubnis nach § 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 8 f) des Tierschutzgesetzes (TierSchG). Anlass ihres Antrags war eine Änderung des TierSchG, nach der seit dem 01.08.2014 die Ausbildung von Hunden nur mit Erlaubnis der zuständigen Behörde erfolgen darf.

Die Klägerin trägt zur Begründung ihrer Klage vor:
15
Die Anforderungen des Beklagten an den Nachweis der Sachkunde seien überspannt. Erforderlich sei nach der Gesetzesbegründung lediglich ein Mindestmaß an Sachkunde. Es sei nicht nachvollziehbar, warum die Überprüfung der Sachkunde durch den D.O.Q. Test und somit durch einen privaten Anbieter erfolge. Wegen des Grundrechts der Berufsfreiheit (Art. 12 Abs. 1 GG) könne der Beklagte sie nicht zu bestimmten Lehrgängen oder Tests zwingen. In den Ausbildungen bei „Hundewelten“ seien ihr die Inhalte, die Gegenstand der staatlich anerkannten Zertifikate sind, vermittelt worden. Zudem habe die wegen ihrer langjährigen Erfahrung mit Hunden gebotene Einzelfallprüfung nicht stattgefunden. Es sei zweifelhaft, ob ein Fachgespräch sich überhaupt zur Feststellung der Sachkunde eigne. Dort sei allein die subjektive Einschätzung durch den Prüfer entscheidend. Die Erlaubnispflicht verstoße gegen den Gleichheitssatz gemäß Art. 3 Abs. 1 GG, da nichtgewerbliche Trainer weiterhin ohne Erlaubnis und Sachkundenachweis tätig sein dürften, ohne dass es für diese Unterscheidung nachvollziehbare Gründe gebe.
16
Die Klägerin beantragt,
17
den Bescheid des Beklagten vom 28.10.2014 aufzuheben und den Beklagten zu verpflichten, über den Antrag der Klägerin auf Erteilung einer Erlaubnis nach § 11 Abs. 1 S. 1 Nr. 8 f) TierSchG unter Beachtung der Rechtsauffassung des Gerichts neu zu entscheiden.
18
Der Beklagte beantragt,
19
die Klage abzuweisen.
20
Die Klägerin hat einen Anspruch auf erneute Bescheidung durch den Beklagten unter Beachtung der Rechtsauffassung des Gerichts, § 113 Abs. 5 S. 2 VwGO. Die Ablehnung der beantragten Erlaubnis und die Untersagung der weiteren Tätigkeit als selbstständige Hundetrainerin sind rechtswidrig und verletzen die Klägerin in ihren Rechten, § 113 Abs. 5 S. 1 und 2 und Abs. 1 S. 1 VwGO.
26
Die Anspruchsgrundlage für die von der Klägerin begehrte Erlaubnis ergibt sich aus § 11 Abs. 1 S. 1 Nr. 8 f) i.V.m. § 21 Abs. 5 S. 2 Tierschutzgesetz (TierSchG) n.F. i.V.m. § 11 Abs. 1 S. 2 u. 3 TierSchG in der bis zum 13. Juli 2013 geltenden Fassung. Der Rückgriff auf die alte Rechtslage ist erforderlich, weil das zuständige Bundesministerium dem gesetzlichen Regelungsauftrag aus § 11 Abs. 2 S. 1 TierSchG zum Erlass einer Rechtsverordnung, die die Einzelheiten der Erlaubniserteilung regelt, noch nicht nachgekommen ist.
40
Voraussetzung einer Erlaubniserteilung ist nach den zulässigen Vorgaben des Beklagten, dass der Antragsteller entweder eine entsprechende staatliche oder als gleichwertig anerkannte Aus- oder Weiterbildung absolviert hat oder aufgrund des bisherigen Umgangs mit Tieren die für die Tätigkeit erforderlichen Kenntnisse hat. Zweifel an der Sachkunde sind demnach vor allem dann berechtigt, wenn der Antragsteller entweder eine „sonstige Aus- oder Weiterbildung“ im Sinne der Ziff. 12.2.2.2 Spiegelstrich 1 AVV absolviert hat, oder aber überhaupt keine Ausbildung nachweisen kann und stattdessen bereits einschlägige Erfahrung im Umgang mit Hunden gesammelt hat (vgl. Ziff. 12.2.2.2 f. AVV sowie Ziff. 4 b) des Katalogs der Bund-Länder-Arbeitsgruppe). Allerdings schließt auch der Nachweis eines Lehrgangs bei einer öffentlichen Stelle nicht zwingend Zweifel an der Sachkunde und damit die Durchführung eines Fachgesprächs aus (Ziff. 12.2.2.4 der AVV und Ziff. 4 b) des Katalogs der Bund-Länder-Arbeitsgruppe).
45
Nach § 11 Abs. 2 Nr. 1 TierSchG a.F. ist der Nachweis über die Sachkunde auf Verlangen in einem Fachgespräch bei der zuständigen Behörde zu führen. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass die Behörde dem Antragsteller nicht das Fachgespräch als Möglichkeit, die Sachkunde nachzuweisen, verweigern darf. § 11 Abs. 2 Nr. 1 TierSchG a.F. sieht das Fachgespräch als Mittel zur Ausräumung der Zweifel ausdrücklich vor. Der D.O.Q. Test pro findet hingegen weder im Gesetz noch in den AVV Erwähnung. Ein alleiniger Verweis auf diesen Test reicht deshalb mangels einer entsprechenden Rechtsgrundlage nicht aus.
46
Die ablehnende Entscheidung des Beklagten ist jedoch deshalb rechtswidrig und verletzt die Klägerin in ihren Rechten, weil er zu Unrecht verlangt hat, die Klägerin müsse das Fachgespräch selbst organisieren.
47
Die Organisation und Durchführung eines Fachgesprächs liegt im Pflichtenkreis der zuständigen Behörde. Zweck eines solchen Gespräches ist es, dass die Behörde auf der Basis der schon eingereichten Nachweise die noch offenen Fragen ansprechen und klären kann (Hirt/Maisack/Moritz, TierSchG, 2. Aufl. 2007, § 11 Rn. 17). Dementsprechend heißt es unter Ziff. 6 des Katalogs der Bund-Länder-Arbeitsgruppe:
48
„Der zuständigen Behörde bleibt es aber vorbehalten, im Fachgespräch Schwerpunkte zu setzen und ggf. den Inhalt und den Umfang des Fachgesprächs entsprechend den nachgewiesenen Kenntnissen und Fähigkeiten anzupassen.“
49
Dieser Zweck kann nur erreicht werden, wenn die Behörde selbst einen Sachverständigen oder eine Kommission für das Fachgespräch bestimmt und die abzuprüfenden Inhalte festlegt. Es steht ihr frei, sich dabei externer Sachverständiger zu bedienen, sofern ihr kein hinreichend geschultes eigenes Personal zur Verfügung steht.
50
Die Untersagung der weiteren Tätigkeit als Hundetrainerin unter Ziff. 2 des Bescheids vom 28.10.2014 ist rechtswidrig und verletzt die Klägerin in ihren Rechten.
51
Die Untersagung ist ermessensfehlerhaft. Sie verstößt gegen den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit. Der Beklagte hat in der mündlichen Verhandlung deutlich gemacht, dass die Klägerin nach seiner Einschätzung sowohl den D.O.Q. Test pro als auch ein Fachgespräch ohne weiteres bestehen würde. Der Beklagte hat jedoch vor Erlass seines Bescheides ein Fachgespräch nicht organisiert und durchgeführt. Vielmehr hat er die Klägerin zu Unrecht darauf verwiesen, das Fachgespräch selbst zu organisieren.
52
Die Kostenentscheidung beruht auf § 154 Abs. 1 VwGO.
53
Die Entscheidung über die vorläufige Vollstreckbarkeit folgt aus § 167 VwGO i.V.m. §§ 708 Nr. 11, 711 ZPO.
54
Gründe für eine Zulassung der Berufung (§ 124 Abs. 2 Nr. 3, 4 i.V.m. § 124a Abs. 1 Satz 1 VwGO) liegen nicht vor.

16.01.2016

Problemhundehilfe - Das Forum








DAS Hundeforum für Hundehalter mit schwierigen Hunden!
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www.problemhundehilfe.de

07.01.2016

Ausbildungsseminar zert. Besuchshundebegleiter SDTS


Ausbildungsseminar
zert. Besuchshundebegleiter SDTS®

Wir bieten Ihnen gemeinsam mit Ihrem Hund ein qualifiziertes und hundegerechtes Ausbildungsseminar für den Einsatz in sozialen Einrichtungen wie Jugendheimen, Seniorenheimen, Kinderheimen, Altenbegegnungsstätten und vielem mehr.

Die Ausbildung und der Einsatz der künftigen Besuchshunde berücksichtigt die Prager Richtlinien (IAHAIO) Ein 2 Tage Intensivseminar mit dem Schwerpunkt auf einer tierschutzgerechten Gestaltung von Interaktionen zwischen Hund und Klient.

Um was geht es?
Der Einsatz von Hunden im Rahmen von Besuchsdiensten hat eine nachgewiesene positive Wirkung auf die Psyche von z.b. Senioren, kranken und/oder behinderten Erwachsenen sowie bei Kindern. Der Hund dient hierbei als Medium und Vermittler zwischen besuchter Person und dem Besuchshundebegleiter. Dies bringt die verloren gegangene Lebensfreude zurück. Der Patient entspannt sich und Kommunikation wird erleichtert.

Besuchshunde machen die neue Form der Freizeitgestaltung, möglich und fördern Mobilität. Sie bieten Grund für Gespräche und motivieren zur Kontaktaufnahme mit der Umwelt.

Was ist bei uns anders?
Nicht selten entstehen bei Besuchsdiensten mit Hund Konflikte in Form von Stress, Angst oder Überforderung für Hund und die besuchte Person. Diese Probleme zeigen sich häufig erst im Laufe der Zeit durch bestimmte Verhaltenssymptome der Besuchshunde wie: z.B. Handscheue, Zerkauen von Objekten, vermehrtem Bellen, starkes Kratzen oder das Futterschlingen. Probleme mit Anleinen, Ignorieren von erlernten Kommandos oder Aggressionen gegen andere Hunden können sichtbare Anzeichen für eine Überforderung des Hundes sein. Unser 2 Tage Intensivseminar befähigt Sie, Ihren tierischen Begleiter tierschutzgerecht einzusetzen.

Für wen ist das Seminar?
Für alle Hundetrainer z.B. als Zusatzausbildung, Menschen mit Ehrenamt, Besuchsdienste, Pflegedienste, Physiotherapeuten, Pflegedienstkräfte, Tierärzte, Psychologen, Ergotherapeuten, Krankenpfleger, Logopäden, Fachkräfte aus der Altenpflege, sowie aus allen pädagogischen Berufsfeldern wie Pädagogen, Heilpädagogen, Erzieher, Heilpraktiker etc.

weitere Infos unter: 

05.01.2016

Dominanz… Unwort oder „back to nature“?

Dominanz… Unwort oder „back to nature“?

Der Aufschrei kam prompt und heftig. „WAS… schon wieder dieses Dominanz-Getue? Immer die blöde Wichtigtuerei um Alpha-Status und Rangordnung! Mein Hund liebt mich und ich liebe ihn… er kann bei mir ganz Hund sein und DAS ist ein artgerechtes Leben. Du bist wahrscheinlich so ein Macho-A****, das sich in seiner Pseudo-männlichen Rolle unheimlich gut gefällt!" RUMS! Das hat gesessen!

Ich stelle mir gerade den menschlich-männlichen Verfasser am anderen Ende der forenlesenden Zunft vor, der diese Antwort auf seinen Beitrag hin zu lesen bekam. Ratschläge sind schließlich auch Schläge… wie gut, dass zwischen den meisten Diskussionsteilnehmern eines Forums mehrere Entfernungskilometer liegen. Was ICH persönlich von so mancher Wortwahl, Tonfall und allgemeinem Umgang der Menschen untereinander halte, behalte ich mal (zunächst) an dieser Stelle für mich. Darf Ihr Hund auch alles, weil er es gut haben soll bei Ihnen? Schränken Sie ihn nie ein, dominieren Sie ihn nie, weil Sie es ablehnen, für ihn und über die Wünsche Ihres Hundes hinweg zu entscheiden? Wirklich? Die Frage nach der Dominanz, ihrer Bedeutung, ihrer Ausdrucksweise im täglichen Umgang mit uns Menschen oder rein innerartlich und dem „warum überhaupt?“ bedarf zunächst einmal eines ungetrübten Blickes auf den Wortursprung. Und wie so viele Wörter unseres heutigen Gebrauchs wurde DOMINANZ nicht von Hundehaltern im Diktatorenlook entworfen und geprägt, sondern findet ihren Ursprung im Lateinischen und beschreibt… „die Eigenschaft von Erbfaktoren, sich gegenüber schwächeren (rezessiven) sichtbar durchzusetzen“.

In der Biologie, z.B. bezeichnet dies „Dominanz-Hierarchien, die bei vielen Tieren einschließlich der Primaten zu finden sind, auch beim Menschen. Individuum A schränkt die Rechte und Freiheiten von Individuum B ein und gesteht sich selber diese Rechte und Freiheiten zu, was von B akzeptiert wird. Dominanz ist immer beziehungsspezifisch und ist zeit- und situationsabhängig".
Letztes besagt sehr deutlich, dass ein „dominanter“ Hund nicht 24 h und gegenüber jedermann dominant ist/sein muss. Er kann es auch „nur“ in einer für ihn sehr wichtigen Situation (z.B. beim Treffen auf gleichgeschlechtliche Artgenossen an der Leine = situationsabhängige Dominanz) sein, während er in allen anderen tagtäglichen Gegebenheiten einfach „nur lieb“ ist. Es kann auch bedeuten, dass ein Hund nur bei Bezugsperson A (beziehungsspezifische Dominanz), z.B. der Ehefrau, „nie hört“, während er für den Ehemann freudig buchstäblich alles tut.

In der Psychologie spricht man von Dominanzverhalten, wenn "ein Individuum das Verhalten von einem oder mehreren anderen Individuen beherrschen bzw. kontrollieren möchte".

Mit dem Begriff „Dominanz“ kommt auch gleich ein weiterer daher: das Alpha-Tier. "Alpha-Tier ist ein Begriff aus der Verhaltensforschung und bezeichnet das Leittier einer Herde oder eines Rudels. Alphatiere sind in der Regel die kräftigsten und erfahrensten Tiere der Gruppe. Häufig sind sie auch die ältesten und die einzigen Männchen oder Weibchen ihrer Gruppe, die Nachwuchs zeugen. Der Begriff Alpha-Tier bezieht sich auf Alpha (α) bzw. Aleph, den ersten Buchstaben im griechischen oder phönizischen Alphabet: Alpha-Tiere sind also die „ersten“ (sprich: in der Rangordnung am höchsten stehenden) Tiere ihrer Gruppe". Diese Bezeichnung ist wertungsfrei – es überzieht das mit dem „Alpha-Status“ gekoppelte Verhalten weder mit positiven noch negativen „Eigenschaften“.
Hingegen haben wir Menschen diesen Begriff umgangssprachlich geprägt – und dies fast immer im negativen Sinne. Es herrscht gepflegte Übereinstimmung darüber, dass man(n) oder Frau als „Alpha-Tier“ autoritär, nicht kompromissbereit und/oder machtbesessen gegenüber Menschen auftritt und ist demzufolge gleichermaßen abschätzig wie auch ablehnend gemeint. Im Geiste sehen wir einen Vorgesetzten, einen Partner oder ein Elternteil vor uns, der seine Mitarbeiter/Ehepartner/Kind erniedrigt, erschreckt, psychisch unter Druck setzt, ja - sogar schlägt oder anderweitig körperlich malträtiert.

Liegt hier der Grund darin, warum wir Menschen angesichts von Begriffen wie „Dominanz“, „Führung“, „Einschränkung“, „Rangordnung“ und „Alpha-Status“ etc. gleich an etwas Negatives denken? Etwas, was zweifelsohne unserem – doch grundsätzlich positiv belegten – Verständnis von Demokratie, dem gleichberechtigten Miteinander, zuwider läuft?

Haben wir für uns erst einmal verstanden, dass Dominanz ursprünglich für viele Lebensformen überlebensnotwendig war und daher weder von guten noch schlechten "menschlichen Tugenden" kreiert wurde, sollten wir uns einmal – wertfrei – vor Augen führen, wo wir selbst jeden Tag andere (einschließlich unserer Hunde) dominieren, ohne dass es uns bewusst wird..., ohne dass wir negative/positive Absichten bewusst und ausdrücklich mit unserem Verhalten verbinden. Egal, ob Sie den Ausdruck der Dominanz gebrauchen oder ablehnen, Sie sollten es grundsätzlich im Verständnis dessen tun, was dieses Wort tatsächlich bedeutet. Sie sagen ja auch nicht „hüh“, wenn Sie „hott“ meinen…

Wollen SIE einmal darauf achten, wie oft am Tage Sie tatsächlich „dominant“ (im Sinne von Einschränkung von Rechten und Freiheiten anderer zu Ihren Gunsten) gegenüber Ihrem Hund (und wahrscheinlich nicht nur ihm gegenüber…) auftreten? Darf Ihr Hund in Ihrer Gegenwart auf den Tisch springen und Ihnen Ihr Schnitzel vom Teller ziehen? Nein? Darf er nicht? Sie hindern ihn daran, „beanspruchen“ Ihr Schnitzel für sich und schränken Ihren Hund ein, indem Sie ihm den Zugang zu Ihrem Schnitzel verwehren? Sie lassen Ihren Hund an der Bundesstrasse an der Leine, obwohl er in Richtung „bester Kumpel“ auf der anderen Straßenseite zieht und doch so gerne dort hin möchte, ungeachtet des Straßenverkehrs? Sie schränken Ihren Hund also über die Leine ein, verhindern, dass sein sehnlichster Wunsch in diesem Augenblick in Erfüllung geht und beanspruchen somit die Entscheidung "wohin des Weges" für sich? SIE UNMENSCH! Ja, da schau her... da sammer dominant und merken´s nimmer...

Kommen wir wieder zurück zu den „Dominanzdiskussionen“, wo auch immer sie stattfinden: in Internetforen, auf dem Hundeplatz, auf dem Spaziergang. Eine pauschalierte „Dominanz“ gibt es nicht – jeder Hund ist ein Individuum und zudem, wie zuvor angemerkt, ist Dominanz beziehungs-, zeit- und situationsabhängig.

Nur so lassen sich die meisten, am Ende doch sehr unsachlich geführten Diskussionen rund um das Thema Dominanz erklären: jeder geht von seinen Erfahrungen aus und je nach dem, ob und wie viele unterschiedliche Erfahrungen man selber sammeln konnte, kann man die jeweilige Notwendigkeit eines „dominanten“ Führungsstils auch nachvollziehen. Zudem... kaum verständlich für die meisten (geplagten, aber so demokratisch-geprägten) Hundehalter, ist die Einschränkung die Vorstufe zu mehr Freiheit. Äh - wie nun?

Einschränkungen sind lediglich Mittel zum Zweck - niemand schränkt der "Einschränkung willen" ein! Kein Mensch - kein Hund! Hat der Hund erst einmal seinen Platz im Rudel gefunden (und zwar den, der ihm auch zusteht...), werden die Einschränkungen wieder sukzessive abgebaut. Ein Hund, der sich letztendlich - auch oder gerade aufgrund des vorherigen Weges der Einschränkung - verlässlich und vertrauensvoll an seinem Halter orientiert, kann überall abgeleint werden; kann überall mitgenommen werden, hat kein Problem mit Artgenossen und keinen Stress mit der Verteidigung von Ressourcen etc. Lebensqualität, von der so mancher Hund (und auch Halter) nur träumen kann.

Jede Hund-Mensch-Beziehung ist unterschiedlich - jeder Hund für sich betrachtet ist individuell; was alle individuellen Hunde dennoch eint, ist die Tatsache, dass sie Hunde sind; keine Katzen, keine Elefanten… und auch keine Menschen. Ihr genetisches Verhaltensrepertoire hat – wenn auch gemildert durch Domestizierung oder beeinflusst/"verfälscht" durch Zucht/genetische Auswahl, Prägung und Erziehung – immer noch seinen Ursprung im Urvater Wolf. Und damit einher gehen Verhaltensweisen, die auch heute noch als Erklärung sowohl für erwünschtes wie auch unerwünschtes Verhalten (aus Sicht des Menschen) Gültigkeit haben.

Wie auch die „Dominanz“, findet ebenfalls der Begriff „Unterordnung“ Zugang in jene Gruppe der „fehlinterpretierten“ Fachbegriffe, die bei vielen Haltern „Plaque“ hervorrufen. Unterordnung (den hartgesottenen, alteingesessenen Hundeausbildern sei Dank! „Ironie aus“) rief noch vor ein paar Jahren bei mir Schüttelfrost und Hassanfälle hervor, kannte ich den Begriff doch nur von Hundeplätzen. Die (überwiegend) Schäferhunde wurden im Kasernenton gedrillt und waren sie nicht „gut genug“, wurde mittels Leinenruck, Teletakt, Stachelwürger etc. nachgeholfen. Am Ende waren Halter und Ausbilder zufrieden mit einem „funktionierenden“ Hund und das Objekt ihrer Begierde schlich mit Meide- und Stressverhalten, stark beschwichtigend über den Platz.

Aber auch hier gilt – zunächst einmal klären, was genau eigentlich Unterordnung bedeutet, bevor der Begriff sinnentfremdet vergewaltigt wird. Glaubt man den Sachverständigen, die ihr Leben und Beruf dem Studium von Caniden gewidmet haben, dann ist Unterordnung im eigentlichen Sinne etwas ganz anderes. Es bedeutet eben gerade nicht, dass mit Druck von „oben“ der Hund zu etwas gezwungen wird. Sondern vielmehr geht die Unterordnung vom Hund aus – er erkennt ein ranghöheres Mitglied als solches „freiwillig“ an – kraft dessen souveränen und jederzeit der Situation angemessenen Verhaltens.

Ich denke bei diesem Vergleich immer an meinen früheren Vorgesetzten: er war fachlich ein Ass, lies nie den „Boss-Status“ (offenkundig) heraushängen, zahlte jedem pünktlich ein angemessenes Gehalt, und „führte“ uns dennoch nach seinen Vorstellungen von „richtig“ und „falsch“. Wir „folgten“ ihm gerne, denn er war darüber hinaus in unseren Augen ein sachlicher und sehr fairer Menschenfreund. Später dann, nachdem wir schon einige Zeit zusammengearbeitet hatten, waren selbst Erklärungen überflüssig – wenn er sagte, wir müssen diese oder jene Auswertung nochmals unter einem anderen Gesichtspunkt überarbeiten, dann machten wir es, wissend, er war uns fachlich mal wieder einen Schritt voraus und wir in der Eile der Vorbereitung in einem Punkt zu unkonzentriert gewesen. Wir Menschen haben uns ihm „untergeordnet“ – einerseits aus einer Abhängigkeit heraus („Futter“ in Form des monatlichen Gehalts), aber nur das Gehalt alleine hätte uns nicht dazu gebracht, jeden Tag hoch motiviert und freudig 14 h am Arbeitsplatz zu verbringen – es war vielmehr die Art des Miteinanders, die Zufriedenheit mit der eigenen Leistung, die Anerkennung in einem Team, in dem dennoch einer uneingeschränkt „führte“. Wir haben diese Führung dennoch nie herausgefordert, unterwandert oder in Frage gestellt, denn es gab keinen Grund dafür. Er machte in unser allen Augen als „Chef“ alles richtig…

Kommen wir wieder zurück zum Ausgangspunkt dieses Beitrages:
Individuum A schränkt die Rechte und Freiheiten von Individuum B ein und gesteht sich selber diese Rechte und Freiheiten zu, was von B akzeptiert wird. Dominanz ist immer beziehungsspezifisch und ist zeit- und situationsabhängig.

Einschränkung muss nicht negativ sein. Wenn Sie (A) Ihren Hund (B) über die Leine „einschränken“ (oder ihn ohne Leine mit einer kurzen verbalen Aufforderung „bei Fuß“ nehmen), damit er nicht über die Strasse läuft, gestehen Sie sich somit das „Recht“ zu, dies zu entscheiden und schränken gleichzeitig die "Freiheit" Ihres Hundes ein, etwas anderes tun zu wollen. Sind Sie in dieser Situation Ihrem Hund gegenüber dominant? JA! Tun Sie es, um des „ich-zeig-Dir-mal-wer-der-Herr-im-Hause-ist“ willens? Sicherlich nicht, sondern allein aus Gründen der Sicherheit für Ihren Hund (und der anderen Verkehrsteilnehmer).

Als Sie Ihrem Hund (als er noch Welpe bzw. „unerzogen“ war) nicht Ihr Schnitzel überlassen haben, als er erst auf den Stuhl und dann auf den Tisch sprang, um sein „Recht“ auf einen guten Happen zu beanspruchen, haben Sie ihn da gewähren lassen? Falls nicht… und Sie tatsächlich Ihr „Recht“ auf das Schnitzel durchgesetzten, in dem Sie den Hund vom Tisch „verbannten“ und ihm somit in seiner „Freiheit“ einschränkten… waren Sie da „dominant“? JA!
Ich denke noch oft an meinen früheren Vorgesetzen – „Führungskräfte“ wie er sind selten geworden und leider wurde er vor einigen Jahren wieder zu seinem Mutterkonzern in die Staaten berufen. Einen „Chef“ wie ihn wünsche ich mir auch für so manche Hunde, die ich treffe oder im Tierschutz kennen lerne. Hunde, die sich gerne an einer Führung orientieren, freiwillig, freudig in der Gewissheit, Herrchen/Frauchen sorgt für die Dinge, die einem Hund ein artgerechtes Leben ermöglichen. Ein Leben,

… in dem er nicht mehr Fremde oder Artgenossen verbellen oder gar nach ihnen schnappen muss, um sich Sicherheit zu verschaffen, weil sich sein „Chef“ dafür nicht zuständig fühlt.

… in dem er nicht den ganzen Tag seiner Bezugsperson permanent auf Schritt und Tritt im Haus folgen „muss“, weil er entweder unter Verlustangst oder Kontrollverhalten leidet und seine Bezugsperson dies freudestrahlend als „Liebe“ interpretiert.

… in dem er nicht wieder sein Zuhause verliert, nur weil er sich nicht sofort und "von alleine" mit dem zweiten Hund im Hause versteht (oder umgekehrt) und der Halter enttäuscht ist über so viel „unsoziales“ Verhalten.

… in dem der Hund sich zu jeder Gelegenheit im Haus und Garten den Stress von der Seele bellt angesichts von Spaziergängen oder Besuchern und Halter sich darüber freut, weil sein Hund sich jederzeit „frei“ bewegen darf.

… in dem der Hund nicht an der Leine wie ein Berserker zieht, um sein Umfeld mit allen Reizen und Gefahren zu kontrollieren und sein Halter dies mit dem Hinweis begründet, dass es ihn nicht störe, denn der Hund sei ja noch kein Jahr alt und zudem ein Hund der Rasse X…, die nun einmal sehr temperamentvoll sei…

Es gibt noch so viele Situationen, die ich gerne einem Hund – je nach seinen individuellen Bedürfnissen ersparen möchte. Das wird mir und vielen Gleichgesinnten aber nur dann gelingen, wenn sich Menschen über die Bedürfnisse und den damit einhergehenden Verhaltensweisen ihres Hundes informieren… und dies ohne Voreingenommenheit tun, weder mit Scheuklappen vor den Augen noch mit persönlicher Lobhudelei als Interpretationsversuch für das (Fehl)Verhalten ihres Vierbeiners und seine Folgen.

Und dazu zählt eben auch die sachlich-korrekte und ursprüngliche Interpretation des Begriffs der „Dominanz" - der innerartlichen wie auch in der Mensch-Hund-Beziehung.

Quelle: Hundewelten stefanie weinrich & gerhard wiesmeth

Neugierig geworden? Wir haben viel zu sagen und noch mehr um aufzuklären!

http://www.hundewelten.de/html/irrtumskript.html

darf gerne geteilt werden

08.12.2015

Das Märchen vom Jagdverhalten!

Das Märchen vom Jagdverhalten!
Teilen erwünscht...

"Manche Hundetrainer wissen ganz viel über Hundeerziehung,
sie können es nur nicht anwenden".

Wie in unseren vorangegangenen Artikeln zum Thema Hund, ist auch dieser den anthromorphistischen Jasagern in der pseudomodernen Erziehung von Hunden gewidmet.

http://www.hundewelten.de/download/jagdverhalten.pdf

30.11.2015

EINSCHLÄFERN VON HUNDEN!

Aus aktuellem Anlass...
wieder einmal mehr hat ein Tierarzt eine vorschnelle Diagnose gestellt und einem Hund Lymphdrüsentumor angedichtet. Der Rat des Tierarztes: Umgehend Einschläfern! Nach Zweitdiagnose nun: Fettgeschwulst, kein Tumor!

Grundsätzlich müssen für ein Einschläfern folgende Punkte zwingend beachtet werden, da andernfalls immer die Gefahr von unnötiger Euthanasie besteht!!





1. Unheilbare Erkrankung (bestätigt durch Blutbild oder Histologie)
2. Zweite Diagnose (zweiter Tierarzt, der zum selben Ergebnis kommt)
3. Medikamente wirken nicht mehr (Palliativtherapie ist notwendig)
4. Frisst und trinkt nichts mehr (über mehr als 3 Tage)

Nicht eingeschläfert werden darf bei:

Blindheit
Taubheit
Schmerzen (reine subjektive Interpretation des Menschen)
Problemverhalten (erworben)
Therapierbaren Leiden
Chronischen Erkrankungen (erworben)
Epilepsie
Altersschwäche

Laut Tierschutzgesetz ist das Einschläfern von Tieren ohne zwingende Notwendigkeit nicht gestattet. Eine zwingende Notwendigkeit ist nur dann gegeben, wenn das Tier nicht ohne schwerwiegende Beeinträchtigung seiner artspezifischen Verhaltensweisen weiterexistieren kann.

Bitte teilen!

16.11.2015

Ausbildung zum Problemhundetherapeut SDTS


hundewelten




§11 TierSchG. für Hundetrainer

UPDATE: §11 TierSchG. Hundetrainer
Der Petitionsausschuss des Bundestag nimmt am 01.10.2015 ua. wie folgt Stellung:

Die Erlaubnispflicht zielt unabhängig von den Ausbildungsinhalten der jeweiligen Sparte oder Disziplin darauf ab, eine tierschutzgerechte Ausbildungspraxis zu gewährleisten. So muss die für Tätigkeit verantwortliche Person auf Grund ihrer Ausbildung oder bisherigen beruflichen oder sonstigen Umgang mit Tieren die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten sowie die erforderliche Zuverlässigkeit besitzen.

Danach sind die erforderlichen fachlichen Kenntnisse und Fähigkeiten anzunehmen, wenn für die Tätigkeit verantwortliche Person eine abgeschlossene staatlich anerkannte oder sonstige Aus oder Weiterbildung absolviert hat, die zum Umgang mit der betreffenden Tierart befähigt, oder die Verantwortliche Person aufgrund ihres bisherigen beruflichen oder sonstigen Umgang mit Tieren die für die Tätigkeit erforderlichen fachlichen Kenntnisse hat.

Ein Fachgespräch ist von der zuständigen Behörde insbesondere nur dann zu verlangen, wenn die für die Tätigkeit verantwortliche Person keine abgeschlossenen staatlich anerkannte oder sonstige Aus oder Weiterbildung absolviert hat, die zum Umgang mit der entsprechenden Tierart befähigt.

Das Verwaltungsgericht Lüneburg hat mit Beschluss vom 10.12.14 Az. 6 A 414/14 festgestellt: das der Antragsteller nach geltendem recht unterschiedliche Möglichkeiten habe, seine Sachkunde zu belegen. Bestimmte Ausbildungs- oder Prüfungsnachweise seien nicht vorgegeben. Es liege ein Ermessensdefizit vor, wenn die Behörde mangelnde Sachkunde ausschließlich damit begründe, dass der Antragsteller nicht bestimmte Schulungen bzw. Prüfungen absolviert habe.

Der Bayrische Verwaltungsgerichtshof hat in seinem Beschluss vom 18.08.2015 Az 9CE 15.934 hierzu u.a. ausgeführt: Eine Vorgabe, dass ausschließlich Aus-, Fort- und Weiterbildungsangebote öffentlich rechtlicher Körperschaften wie der Industrie und Handelskammern im Genehmigungsverfahren anerkannt werden können, besteht nicht.

http://www.hundewelten.de/html/tierschutz.html 

02.11.2015

Sie möchten Hundetrainer werden, um professionell mit den Hunden arbeiten zu können?

Dann sollten Sie einige grundlegende Informationen zum Thema haben...

Was ist der Unterschied zwischen einem Hundetrainer und einem Hundetherapeut oder Hundepsychologen?

Der Hundetrainer ist in erster Linie Hundeerzieher. Er unterrichtet ein Mensch-Hund Team entweder einzeln, in einer Hundeschule mit mehreren Teilnehmern oder in einem Hundesportverein qualifiziert an, so dass dieses verkehrssicher die Umwelt meistert. Abschließend findet meist eine sog. Begleithundprüfung statt, die von einem Verband z.B. dem DGHV
( www.dghv.de ) abgenommen wird. Grundsätzlich sollte der Hundetrainer nach den neuesten kynologischen Erkenntnissen arbeiten und gänzlich auf Hilfsmittel jeglicher Art verzichten. Ein Hund, vor allem junge Hunde dürfen nicht mit Zwang bzw. Starkzwang (Stachelhalsbänder, Drucklufthalsbänder, Würgehalsbänder etc.) ausgebildet werden! In der Hundeerziehung geht es darum, den Welpen oder jungen Hund auf sein späteres Leben mit dem Menschen bestmöglich vorzubereiten. Hierzu gehören keineswegs Welpenspielgruppen, Hetzspiele oder Raufereien sondern die Sozialisierung auf den Menschen, mit dem er zusammen leben muss. Weitere Trainingsbereiche sind u.a. ein Anti-Giftködertraining, die Unbefangenheitsprüfung, das Verkehrssicherheitstraining sowie Grunderziehungselemente wie Sitz, Platz, Fuß, Komm und vieles mehr. Möchten Sie mehr über den Beruf des Hundeausbilders erfahren? http://www.hundewelten.de/html/gebrauchshundeausbilder.html

Der Hundetherapeut oder auch Hundepsychologe arbeitet mit Hunden, die Fehl- oder Problemverhalten entwickelt haben und so eine Gefahr für Ihre Umwelt bzw. für Menschen und Artgleiche darstellen. Wie der Hundetrainer, arbeitet der Hundetherapeut im Besten Fall ohne jegliche Hilfsmittel oder Zwang, die sehr häufig nur Meideverhalten am Hund erzeugen. Ein Lösen des Problemverhaltens ist durch Zwang nicht möglich sondern wird lediglich verlagert und dadurch verschlimmert! Hundetherapeuten therapieren sowohl den Hund als auch den Hundehalter, denn Probleme entstehen meist durch falsches Verhalten des Menschen. Wichtig: Mit Erziehungsmaßnahmen lassen sich keine Probleme lösen, hier bedarf es Erfahrung und weitereichendes Wissen um Hunde aus Aggression oder Angst zu führen. Gehen Sie also nicht in die Hundeschule, wenn Ihr Hund Problemverhalten aufweist, sondern konsultieren Sie einen Hundetherapeuten, der bei Ihnen zu Hause eine spezifische Therapie durchführt. Qualifizierte Anlaufstellen bzw. Ansprechpartner finden Sie hier: http://www.hundewelten.de/html/therapeuten.html Möchten Sie mehr über den Beruf des Hundetherapeuten erfahren? http://www.hundewelten.de/html/problemhundetherapeut.html

Neueste Ausbildungserkenntnisse
Ob Sie nun Hundetrainer oder Hundepsycholge bzw. Hundetherapeut werden möchten hängt in erster Linie davon ab, wie flexibel Sie sind. Der Hundetrainer arbeitet meist stationär wogegen der Hundetherapeut oder Hundepsychologe mobil ist und zu Mensch und Hund nach Hause fährt. Bei der Wahl der Hundeschule oder des Ausbildungsinstituts sollten Sie sich vorab gründlich über dessen Arbeit informieren um sicher zu stellen, dass zum einen tierschutzgerecht und zum anderen kynologisch sinnvoll gearbeitet wird. Wichtig: Wer Hunde mit Zwang trainiert oder versucht Problemverhalten mit Ignorieren, Wasserflaschen, Stachel- und Stromhalsbänder zu therapieren, ist sicherlich nicht kompetent.

Erlaubnis für Hundetrainer nach §11 TierSchG. Abs. 1, Satz 1, Nr. 8f
Es ist die Erlaubnispflicht für jeden, der gewerbsmäßig für Dritte Hunde ausbildet oder die Ausbildung von Hunden durch den Tierhalter anleitet. Gewerbsmäßigkeit im Sinne des Tierschutzgesetzes bedeutet: Tätigkeit ist selbstständig, planmäßig mit Gewinnerzielungsabsicht. Zuständig für die Antragsannahme und Erlaubniserteilung sind die örtlichen Veterinärämter. Alle gewerblich tätigen Hundeausbilder und Hundetherapeuten benötigen also einen Nachweis des Veterinäramtes um mit Hunden arbeiten zu dürfen. Fragen Sie also gezielt nach dieser Erlaubnis (§11, 1-1-8f  TierSchG.) des Ausbilders oder Therapeuten. Er wird Ihnen diese auf Wunsch vorlegen können. Sie sind dadurch zwar nicht vor unseriösen Geschäftemachern geschützt, aber zumindest bescheinigt es dem Inhaber tierschutzgerechtes Vorgehen am Hund. Falls Sie Fragen zum Thema haben, wenden Sie sich gerne an uns: Der DGHV (www.dghv.de) ist Sachverständigenstelle nach dem LHundG NRW. Stefanie Weinrich ist zur Durchführung von Verhaltensprüfungen (§4 Abs.1- DVO) LHundG. berechtigt. Hundehalter können nach LHundG. NRW gemäß §10/§11 die Sachkundebescheinigung  erlangen. Es können Verhaltensprüfungen bestimmter Rassen durchgeführt werden. Auf Antrag kann eine Überprüfung für Maulkorbbefreiung / Befreiung von Anleinpflicht erfolgen.

Zertifiziertes Ausbildungsinstitut
Einige wenige Ausbildungsinstitute für Hundetrainer und Hundetherapeuten sind hinsichtlich der Qualität bzw. der Ausbildungsinhalte zertifiziert. Hundewelten ist beispielsweise DEKRA zertifiziert! Unser Ausbildungsinstitut ist eine berufsbildende Einrichtung mit Schulstatus. Die Landesbehörde NRW bescheinigt der DHW Gruppe die Anerkennung als Berufsbildungsinstitut. Unsere Ausbildungen bereiten somit ordnungsgemäß auf einen Beruf vor. Wir bieten also Qualität und Transparenz.  Wir erfüllen damit alle Anforderungen nach §11 TierSchG. für Hundetrainer. Die DHW Gruppe ist offiziell anerkannter Bildungsträger AZAV. Wir sind als erstes Ausbildungsinstitut seiner Art DEKRA zertifiziert. Unsere Ausbildung zum Problemhundetherapeuten kann als Umschulung oder Weiterbildung staatlich gefördert werden. Hundewelten verfügt über ein “internes” Qualitätsmanagement Team, welches die Leistungen der Therapeuten und Dozenten überwacht. Alle unsere Ausbildungen sind transparent und sie bieten Sicherheit im Hinblick auf spätere Selbständigkeit durch leistungsorientierten Lernstoff. Wir sind Träger zur Förderung beruflicher Weiterbildung nach dem Recht der Arbeitsförderung, durch die Dekra Certification GmbH zugelassen. Die Dekra ist eine von der Bundesagentur für Arbeit anerkannte Zertifizierungsstelle.

Machen Sie Ihre Ausbildung nicht irgendwo, kommen Sie zum Marktführer!
Überzeugen Sie sich von unserem einzigartigen Ausbildungssystem, dem SDTS® - Speechless Dogtrainingsystem, das schon 1999 von Gerhard Wiesmeth entwickelt wurde. Damit ist es tatsächlich möglich, basierend auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, Hunde mit schwerem Problemverhalten sprachlos, gewaltfrei und ohne Hilfsmittel innerhalb kürzester Zeit zu therapieren. Überzeugen Sie sich selbst! Wir freuen uns auf Sie! Rufen Sie uns an: Telefon 02389 - 4027727 oder senden Sie uns eine E-Mail: info@hundewelten.de

09.04.2015

Aktuelles zu §11 TierSchG. S.1, Abs.1 Nr. 8f

Viele Veterinärämter nehmen eine Sachkunde ausnahmslos nur dann an, wenn der Antragsteller über eine Zertifizierung der Tierärztekammer Niedersachsen, der Tierärztekammer Schleswig Holstein oder der IHK Potsdam verfügt. Das Verwaltungsgericht Lüneburg hält diese Praxis für rechtswidrig. Nach der bis zum Erlass einer Rechtsverordnung gemäß §11 II TierSchG weiter anwendbaren Vorschrift des §11 II Nr.1 TierSchG kann ein Antragsteller seine Sachkunde aufgrund seiner Ausbildung und seines beruflichen oder sonstigen Umgangs mit Hunden nachweisen. Die Beschränkung des Sachkundenachweises auf die genannten Zertifizierungen, so das Gericht, verstoße gegen diese Bestimmung. Zudem dürfte auch ein Verstoß gegen Ziff. 12.2.2.3. der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum TierSchG vorliegen. Danach steht es dem Antragsteller frei, seine Sachkunde – auch anstatt eines Fachgesprächs – auf andere geeignete Weise nachzuweisen.

Zahlreiche Veterinär- und Ordnungsämter insbesondere in Niedersachsen erteilen die Erlaubnis gemäß §11 I S. 1 Nr. 8 f TierSchG nur befristet und versehen die Erlaubnis mit der Auflage, innerhalb Befristung die Sachkunde durch eine der vorgenannten Zertifizierungen nachzuweisen. Das Verwaltungsgericht Lüneburg hält diese Praxis für rechtswidrig, weil die Behörde auch in diesem Fall den Sachkundenachweis inhaltlich auf die genannten Zertifizierungen beschränkt und entgegen der bestehenden Gesetzes- und Verordnungslage „andere Sachkundenachweise“ prinzipiell als ungeeignet ausschließt.

Das Verwaltungsgericht Lüneburg stellt in seinem Beschluss klar, dass Sachkunde im Sinne §11 S.1 Nr.8f TierSchG grundsätzlich auch durch Ausbildungen, Lehrgänge und Fortbildungsveranstaltungen privater Institutionen und Einrichtungen nachgewiesen werden kann. Die Veterinär- und Ordnungsämter müssten ergebnisoffen in jedem Einzelfall prüfen, ob eventuell zusammen mit anderen Umständen wie etwa die jahrelange praktische Berufserfahrung als Hundetrainer Sachkunde vorliegt. Zweifelsfragen können durch Stellungnahmen der jeweiligen Institutionen, die Anforderung weiterer Unterlagen oder durch ein Fachgespräch geklärt werden, dass bestehende Zweifel ausräumen soll.

Veterinär- und Ordnungsämter verlangen von Antragstellern, die nicht über die Zertifizierung einer Tierärztekammer oder der IHK verfügen, ein Fachgespräch, dessen wesentlicher Bestandteil der D.O.Q.-Test Pro ist. Es gibt weder den staatlich anerkannten Beruf Hundetrainer, noch gibt es gesetzliche Vorschriften, die Regelungen über die Ausbildung von Hundetrainern enthalten. Eine solche Regelung ist nicht § 11 I S. 1 Nr.8 f TierSchG. konform. Zweck dieser Vorschrift ist es, für die gewerbliche Ausbildung von Hunden ein Mindestmaß an Tierschutz zu gewährleisten. Die Vorschrift des §11 I S. 1 Nr. 8 f TierSchG setzt also keine Qualitätsstandards für Hundetrainer; sie dient vielmehr lediglich der Beachtung tierschutzrechtlicher Mindeststandards bei der gewerblichen Ausbildung von Hunden. Allein an diesem Gesetzeszweck hat sich die Prüfung der für die Erteilung der Erlaubnis nach §11 I S. 1 Nr. 8f TierSchG erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten zu orientieren. Es geht ausschließlich darum nachzuweisen, dass ein Antragsteller in der Lage ist, Hunde unter Einhaltung tierschutzrechtlicher Grundsätze auszubilden. Es geht nicht darum festzustellen, ob ein Antragsteller Kenntnisse über Physiologie des Hundes hat, was keinerlei Bezug zur tierschutzgerechten Ausbildung von Hunden hat. Gerade hier liegt nach unserer Einschätzung ein Problem des D.O.Q.-Test Pro. Dieser Test fragt z.B. im Bereich Physiologie Kenntnisse ab, die für die Ausbildung von Hunden schlicht irrelevant sind. Detailkenntnisse etwa über Aufgaben und Funktion der Milz haben keinerlei Aussagekraft über die Fähigkeit zur tierschutzgerechten Hundeausbildung eines Hundetrainers.

Wie das VG Lüneburg kürzlich in einem Beschluss vom 10.12.2014 (6 A 414/14) mehr als deutlich klargestellt hat, verlangen die maßgeblichen Vorschriften des TierSchG und der AVV eine einzelfallorientierte und ergebnisoffene Sachkundeprüfung. Die Erlaubnisbehörde hat daher alle geeigneten Sachkundenachweise zu prüfen und zu bewerten. Sie muss erforderlichenfalls im Rahmen der Amtsermittlungspflicht Informationen von Dritten einholen. Bleibt danach noch Klärungsbedarf, kann die Behörde offene Fragen in einem Fachgespräch klären, das sich dann aber punktuell auf Bereiche beschränken muss, für die die Behörde noch Klärungsbedarf sieht.

Die Erlaubnisbehörden müssen die Sachkundenachweise eines Antragstellers umfassend prüfen und bewerten. Die Behörde muss ggf. eigene Sachverhaltsaufklärung betreiben. Erst wenn danach noch Zweifel an der Sachkunde bestehen, kann die Behörde diese punktuellen Zweifel im Rahmen eines Fachgesprächs ausräumen. Antragsteller, denen das Veterinär- oder Ordnungsamt ein solches Fachgespräch anbietet, sollten versuchen, im Vorfeld zu klären, welche Themen Gegenstand des Fachgesprächs sind. Bietet die Erlaubnisbehörde ein Fachgespräch, sollte man im Vorfeld darauf bestehen, dass die Behörde die Themen des Fachgesprächs klar definiert und begründet, warum sie zu diesen Themen noch Klärungsbedarf sieht. Hat die Behörde die Sachkundenachweise des Antragstellers geprüft, sollte eine Begründung problemlos möglich sein. Weigert sich die Behörde jedoch eine Begründung zu erteilen, sollte man überlegen, ob man sich dem Fachgespräch unterzieht oder sich stattdessen auf den Standpunkt stellt, dass die der Behörde vorliegende Sachkundenachweis bereits zur Erteilung der Erlaubnis ausreichen.

Das Fachgespräch, sein Verlauf und seine wesentlichen Inhalte müssen protokolliert werden. Antragsteller haben Anspruch auf Einsicht in das Protokoll. Ergeben sich Meinungsverschiedenheiten über Rechtmäßigkeit des Prüfungsgesprächs, kommt dem Protokoll besondere Bedeutung zu. Es deshalb wichtig, dafür Sorge zu tragen, dass alles Wesentliche im Protokoll aufgenommen wird.

Zweck des §11 I S. 1 Nr. 8 f TierSchG ist es, für die gewerblichen Ausbildung von Hunden, so die Gesetzesbegründung einen Mindeststandard an Tierschutz zu gewährleisten. §11 I S. 1 Nr. 8 f TierSchG ist keine Rechtsgrundlage zur Durchsetzung bestimmter Ausbildungsmethoden oder Ausbildungsphilosophien. Solange eine Ausbildungsmethode oder Ausbildungsphilosophie nicht tierschutzrelevant ist, kann und darf sie nicht Gegenstand der Bewertung im Rahmen eines Fachgesprächs sein. Es ist schlicht unzulässig, einem Antragsteller nur deshalb die Sachkunde abzusprechen, weil er einem bestimmten Ausbildungsansatz folgt oder eben nicht folgt. Die Erlaubnisbehörde muss daher sicherstellen, dass das Prüfungsverfahren insoweit „neutral“ ist.

Mit freundlicher Genehmigung
Quelle:
Dr. Eugène Beaucamp, Susan Beaucamp (Rechtsanwälte)
www.kanzlei-sbeaucamp.de

30.12.2014

Die Bedeutung des Paragraphen 11 für Hundetrainer

Neben Tierärzten und Tierpflegern ist nun auch die Ausbildung von Hunden und die gewerbsmäßige Anleitung des Tierhalters zur Hundeausbildung erlaubnispflichtig. Im Rahmen der gesetzlichen Neuregelung gemäß § 11 Abs.1 Nr. 8 benötigen alle Hundetrainer- und Hundeausbilder sowie Hundepsychologen in Deutschland eine Genehmigung des Veterinäramtes. Darüber hinaus müssen diese ebenfalls ihre Sachkunde, z.B. durch einen anerkannten Qualifikationslehrgang, nachweisen.
Das Ziel der Regelung im dritten Gesetz zur Änderung des Tierschutzgesetzes soll sein, im Sinne der Tiere und des Tierschutzes Mindestqualitätsstandards sicherzustellen. Alle Personen, die mit den Tieren arbeiten, müssen ab dem 01.08.2014 die erforderliche Sachkunde besitzen.

Hundetrainer Sachkunde 
Die zuständige Behörde prüft die verlangte Sachkunde des Antragsstellers im Einzelfall aufgrund der Darlegungen und Nachweise im Antrag. Seine Sachkunde kann man unter anderem durch bisherige Tätigkeiten, jede Art von relevanter Aus-, Fort- oder Weiterbildung, erfolgreich abgelegte Prüfungen etc. belegen. Tritt der Fall ein, dass die zuständige Behörde im Rahmen der Einzelfallprüfung zu der Überzeugung gelangt, dass die dargelegten Kenntnisse und Fähigkeiten nicht ausreichen, kann sie weitere Angaben oder Maßnahmen zur Erlangung einer ausreichenden Sachkunde nachfordern.

Zuverlässigkeit der Hundetrainer 
Darüber hinaus besteht eine erforderliche Zuverlässigkeit des Hundetrainers. Der Hundetrainer erhält nur dann die Erlaubnis, wenn über diesen keine Tatsachen vorliegen, die an der Zuverlässigkeit des Hundetrainers zweifeln.
Insbesondere Faktoren wie persönlicher Unzuverlässigkeit (die Person bietet nach dem Gesamtbild ihres Verhaltens nicht die Gewähr dafür, dass sie ihr Gewerbe oder ihren Betrieb ordnungsgemäß führen wird), Unzuverlässigkeit in tierschutzrechtlicher Hinsicht (gegen die Person wurde in den letzten 5 Jahren ein Verfahren wegen Verstoß gegen das Tierschutz-, Tierseuchen- oder Artenschutzrecht oder das Landesstraf- und Verordnungsgesetz durchgeführt oder ist derzeit anhängig) oder finanzieller Unzuverlässigkeit (die finanzielle Grundlage reicht zur ordnungsgemäßen Führung des Betriebes offensichtlich nicht aus) können die verlangte Zuverlässigkeit erheblich beeinflussen oder zu Nichte machen.
Während der Überprüfung der Zuverlässigkeit kann die Vorlage eines Führungszeugnisses und eine Auskunft aus dem Gewerbezentralregister von der zuständigen Behörde eingefordert werden.

Erlaubnis für Hundetrainer 
Die Erlaubnis nach §11 stellt kein „amtliches Gütesiegel“ dar, sondern bescheinigt lediglich die Existenz von ausreichenden, fachlichen Kenntnissen und Fähigkeiten sowie die erforderliche Zuverlässigkeit. Je nach Art der Tätigkeiten wird die Erlaubnis oftmals mit zahlreichen tierschutzrechtlichen aber auch tierseuchenrechtlichen Auflagen erteilt.

von Gerhard Wiesmeth, Hundewelten Deutschland

Übergewicht beim Hund

Nicht nur beim Menschen stellt Übergewicht eine immer häufiger vorkommende Krankheit dar, auch der beste Freund des Menschen leidet oftmals, durch meist falsches oder übermäßiges Futter, unter einem zu hohem Körpergewicht. Experten nehmen an, dass jeder vierte Hund in Deutschland übergewichtig ist.

Bei Übergewicht handelt es sich um eine ernstzunehmende Krankheit, die viele weitere körperliche Folgen nach sich ziehen kann. Darunter fallen Krankheiten wie beispielsweise Diabetes mellitus, Gelenkschmerzen, Bewegungsstörungen, Atemprobleme, Verdauungsstörungen, Anfälligkeit für Inkontinenz, Lebererkrankungen, Hautkrankheiten und Störungen des Immunsystems.

Bei einem übergewichtigen Tier ist die normale Körpermasse durch Zunahme des Fettgewebes aufgestockt. Dies kann eine Reihe an Erkrankungen nach sich ziehen. Das Fettgewebe bildet in der Natur eine Reserve für "schlechte Zeiten". Da die Tiere in unserer modernen Gesellschaft keine Probleme mit dem erfolgreichen oder erfolglosen Jagen einer Beute haben, sind solche Fettreserven nicht notwendig. Unsere Haustiere verfügen immer über einen gedeckten Tisch, erhalten regelmäßig ihr Futter und zusätzliche Zuwendungen durch „Leckerlis“. So kann es leicht aufgrund von mangelnder Bewegung und zu reichhaltigem Futter zur Bildung falscher Reserven kommen, die vom Körper nicht benötigt werden. Darüber hinaus begünstigen einige Faktoren ein Übergewicht des Hundes – so neigen bestimmte Rassen wie zum Beispiel der Labrador Retriever, der Beagle oder der Cockerspaniel häufiger zu Adipositas als andere. Auch eine Kastration des Tieres führt häufig zu einem erhöhten Körpergewicht.

Neben der falschen Ernährung existieren auch einige Krankheiten, die Übergewicht hervorrufen können. Dazu zählen die Schilddrüsen-Unterfunktion (Hypothyreose), eine Fehlfunktion der Nebenniere (Morbus Cushing) oder eine Fehlfunktion des Hypothalamus. Übergewicht kann außerdem auftreten, wenn der Hund bestimmte Medikamente, wie Kortison, einnehmen muss.

Übergewicht beim Hund äußert sich zunächst durch die Anhäufung von Fett, das sich an verschiedenen Stellen des Körpers anlagert. Eine Faustregel besagt, dass von einem Normalgewichtig des Hundes ausgegangen werden kann, wenn die Rippen nicht sichtbar, aber leicht ertastbar sind. Kann man die Rippen nicht mehr leicht ertasten oder stechen sie hervor handelt es sich um Über- bzw. Untergewicht. Um objektiv sicher stellen zu lassen, wenden Sie sich an Ihren Tierarzt. Dieser kann mit Hilfe eines Bewertungssystems (Body condition score, BCS) den Ernährungszustand des Hundes professionell beurteilen.

Neben dem äußeren Erscheinungsbild kommt es zu vielen weiteren Symptomen, die durch eine Adipositas entstehen. So bewegen sich stark übergewichtige Hunde nicht mehr gerne. Oftmals haben sie Schmerzen, da ihre Gelenke stark belastet werden, oder sie bekommen schlechter Luft. Es ist schwierig, einem Hund Schmerzen anzumerken, da Hunde selten Bewegungsschmerzen durch Lautäußerungen ausdrücken – meist fällt dem Besitzer lediglich auf, dass sich der Hund weniger bewegt und teilweise schwerfällig wirkt.

Bitte denken Sie als Hundehalter beim Füttern daran, dass ein übergewichtiger Hund  bewiesenermaßen kürzer lebt, und nicht zuletzt seine Lebensqualität enorm herabsetzt ist.

Wenn Sie mehr über das Thema und vor allem über die richtige Ernährung Ihres Hundes wissen wollen, besuchen Sie doch unser zertifiziertes Tagesseminar: Ernährungsberater Fachrichtung Hund

Zucht, Halten von Tieren

Zucht, Halten von Tieren, Handel mit Tieren nach § 11 des TierschG

Das neue Tierschutzgesetz (gültig seit dem 1. August 2014 ) ist dieses Jahr in Kraft getreten. Da bisher aber immer noch keine neue Rechtsverordnung gemäß § 11 Abs. 2 Satz 1 Tierschutzgesetz, in der das Nähere zu der Form und dem Inhalt des Antrags auf Erteilung einer Erlaubnis nach Absatz 1 Satz 1 sowie die Voraussetzungen und das Verfahren für die Erteilung der Erlaubnis geregelt wird, erlassen wurde, stellen sich die Veterinärbehörden quer. Nicht selten werden die neuen Anträge nicht bearbeitet oder die Behörden stellen gar kaum zu bewältigende Anforderungen an die Umsetzung.
Viele Tierschutzvereine beklagen, dass es immer wieder Probleme bei der Erteilung der Zuchterlaubnis gibt. Seit dem 1. August 2014 macht man sich sogar strafbar und muss empfindliche Geldbußen zahlen, wenn man seine Arbeit ohne die neue Erlaubnis fortführt.

Laut des Paragraphen 11 des Tierschutzgesetztes bedarf derjenige der „ … Wirbeltiere oder Kopffüßer […]  züchten oder, auch zum Zwecke der Abgabe dieser Tiere an Dritte, halten, will, […] der Erlaubnis der zuständigen Behörde.“

Darunter fällt die:
a) Zucht oder die Haltung von Wirbeltiere, außer von landwirtschaftliche Nutztieren und Gehegewild,
b) der Handel mit Wirbeltieren,
c) die Unterhaltung eines Reit- oder Fahrbetriebes,
d) die Zurschaustellung von Tieren oder diese für solche Zwecke zur Verfügung zu stellen,
e) die Bekämpfung von Wirbeltiere als Schädlinge oder
f) für Dritte Hunde auszubilden oder die Ausbildung der Hunde durch den Tierhalter anzuleiten.

Dabei wird „Das Bundesministerium […] ermächtigt, das Nähere zu der Form und dem Inhalt des Antrags auf Erteilung einer Erlaubnis nach Absatz 1 Satz 1, die Voraussetzungen und das Verfahren für die Erteilung der Erlaubnis, den Inhalt der Erlaubnis, im Falle des Absatzes 1 Satz 1 Nummer 1 nur, soweit dies zur Durchführung von Rechtsakten der Europäischen Union erforderlich ist sowie das Verfahren im Falle nachträglicher Änderungen der für die Erlaubniserteilung wesentlichen Sachverhalte, einschließlich der Pflicht zur Anzeige solcher Änderungen, zu regeln.

Das Bundesministerium wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates das Zurschaustellen von Tieren wildlebender Arten an wechselnden Orten zu beschränken oder sogar zu verbieten. Ein Verbot wird in den Fällen erteilt, in denen die Tiere an wechselnden Orten nur unter erheblichen Schmerzen, Leiden oder Schäden gehalten oder transportiert werden.
Im Gegensatz dazu gestaltet sich das gewerbemäßige Halten von Gehegewild einfacher. Hier ist es lediglich nötig, vier Wochen vor Aufnahme der Tätigkeit die zuständige Behörde zu informieren. Im folgenden wird hier auf Eigenkontrollen auf Basis sogenannter Tierschutzindikatoren gesetzt.

Zweck dieses Gesetzes ist es, aus der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen. Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.

von Gerhard Wiesmeth Hundewelten

17.06.2014

Sporthunde Seminar


Zertifizierte Sporthundausbildung

- der Begleithund im sportlich aktiven Alltag
Leitgedanke:

Das Bild der Hundehalter vom Zusammenleben mit dem Hund hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten grundlegend gewandelt. Vom reinen Gebrauchshund, als Wach-, Jagd-, oder Diensthund, ist er zum kinderlieben Familienbegleithund hochstilisiert worden, der als Lebensbegleiter und Freizeitpartner allezeit aktiv am Alltag des Menschen teilnehmen soll.

Durch die Medien wird dem Hundehalter suggeriert, dass Hunde im Sinne einer artgerechten Haltung ihren speziellen Veranlagungen entsprechend ausgelastet werden müssen. Windhunde müssen rennen, Huskies müssen ziehen, Border Collies müssen hüten… Um diesen sogenannten Ansprüchen des Hundes gerecht zu werden, ist der Einfallsreichtum der Menschen fast grenzenlos. Beispielhaft hierfür ist die rasante Entwicklung der Hundesportarten in den letzten 15 Jahren. Jährlich wird mindestens eine neue Hundesportart kreiert und als die ideale Beschäftigung für die Hunderasse XY proklamiert. Es gibt kaum eine Hundeschule, die nicht mindestens eine, meist aber mehrere Hundesportarten anbietet. Der Run auf diese Hundeschulen ist enorm.

Vor dieser Entwicklung kann man als zeitgemäßer Hundetrainer nicht die Augen verschließen. Ein attraktives Trainingsangebot ist notwendig, wenn man am Markt bestehen will. Dabei sollte man aber nicht die Zielführung einer Hundeausbildung aus den Augen verlieren. Unbestritten braucht auch der Hund zum Erhalt seiner geistigen und körperlichen Fitness ein Quantum an Beschäftigung. Endergebnis darf aber nicht ein „Hunde-Sportgerät“ sein, das durch übertriebenen Ergeiz in die Eigenständigkeit getrieben und durch Überforderung Dauerstress und Schmerz ausgesetzt ist. Vorrangiges Ziel einer sinnvollen Sporthundeausbildung muss ein verkehrssicherer, zuverlässiger und hoch motivierter Hund mit maximaler Eigenkontrolle sein, der sich an seinem Menschen orientiert. Das ergibt im Endergebnis ein alltagstaugliches, zufriedenes und harmonisch aufeinander abgestimmtes Mensch-Hund-Team, dessen gegenseitige Beziehung den Ansprüchen an eine funktionierende Gemeinschaft Mensch-Hund gerecht wird.

Der DGHV will dem in seiner Sporthundausbildung Rechnung tragen und seinen Mitgliedern Mittel, Wege und Möglichkeiten aufzeigen, die durch ein nach der Begleit- und Gebrauchshundausbildung weiterführendes Trainingsangebot, eine Erhöhung der Kundenattraktivität und Marktchancen bewirken können. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Erlernen von beispielhaft ausgesuchten Hundesport-Einzelgeräten und deren Projektion auf Elemente des Alltags, als sinnvolle sportliche Beschäftigung von Mensch und Hund unter Beachtung der Grundsätze des S.D.T.S ®.
Als Beispiel:
Kontaktzonenhindernis Laufsteg als Hundesportgerät versus Treppenlauf als vorbereitendes, unterstützendes oder abschließendes Element im und für den Alltag. Im Sinne von Aktivität contra Tristesse, eröffnen sich hierüber mehrere Möglichkeiten zur Erweiterung des Trainingsangebotes: sportives BH-GH-Training, klassischer Hundesport oder frei kombiniert als Breitensport, Freiland-Parcours für Aktiv-Spaziergänge oder Abenteuer-Wanderungen, u.a. Für die Hundehalter ist das Spaß an der Freude, für die Gebrauchshundetrainer Mittel zur Zielführung.

Veranstaltungsort:
Ulm (an der Donau) SV-OG Ulm, genaue Adresse nach Anmeldung!

Veranstaltungstermin:
Samstag 30.08.2014 / 11:00 Uhr – 17:00 Uhr
Sonntag 31.08.2014 / 09:00 Uhr bis 15:00 Uhr
Teilnehmerzahl:
Max. 8 Teilnehmer

Teilnahmevoraussetzung:
Mensch und Hund gesund
Ausbildungsstand der BH
Eigener Hund, Mindestalter 6 Monate

Die abgelegte BH-Prüfung als Voraussetzung für die Teilnehmer-Hunde ist aus meiner Sicht zwar wünschenswert, aber nicht unbedingt erforderlich. Der Hund und Hundeführer sollten aber den Ausbildungsstand der BH haben.

Kosten:
320.- EURO, inkl. Zertifikat
Verpflegung exklusive,

Ausrüstung:
GHA:
anliegende bequeme Kleidung, Beine bedeckt, festes Schuhwerk, (Sport- o. Treckingschuhe)
Hund:
Halsband, Leine ca. 1,20 m ohne Handschlaufe, Gummileine oder Ruckdämpfer, Futterbeutel, evtl. Jogginggürtel und Schleppleine

Tag 1:
Ansatzarbeit der Teilnehmer am Einzelgerät
Tag 2:
Der Teilnehmer als Übungsleiter am Gerät
Erfolgskontrolle

Ausbildungsthemen:
Theorie:
Ziel und Inhalt der DGHV - Sporthundausbildung, Hundesportarten, Vor- und Nachteile, Gefahren beim Hundesport, Bewegungsapparat des Hundes, Erkrankungen,

Praxis:
Geräte im Hundesport, Übungsziele, Besonderheiten der Geräte
  • Trainingsarbeit im Ansatz 
  • Warm Up + Cool Down 
  • Erlernen ausgewählter Einzelgeräte 
  • Projektion in HH-Alltag 
  • Trainingsmöglichkeiten, Führtechnik, 
  • Körpersprach-Signale, Timing Bestätigung, 
  • Push & Pull (Drücken und Ziehen des Hundes), 
  • Anlaufwinkel, Seitenwechsel am Hund 
  • Über Sequenzarbeit zum Parcours 
  • Verhaltenskette, Shaping – Chaining, 
  • Der Sporthund im Alltag 
  • Aufbau eines Alltag-Parcours 
Die Fortbildung wird mit Zertifikat abgeschlossen.
Leitung:
Lothar Däubler
Anmeldungen bitte über info@hundewelten.de

Ein Handicap Hund ist kein Grund keinen Sport zu machen, allenfalls eine Ausrede. Sport dient dem Wiederaufbau, dem Erhalt und der Forderung der körperlichen und geistigen Fitness. "Alter Hund" ist relativ. Es kommt darauf an, was man daraus macht.

Es geht nicht um Hochleistungssport im Sinne von Agility, etc.,.
Im Vordergrund steht nicht Tempo, sondern an das Mensch-Hund-Team angepasstes, konzentriert geführtes, synchrones und vor allem körperbewusstes Erlernen von Einzelsequenzen mit und ohne Geräte.

Die DGHV-Sporthundausbildung ist ein Mix aus speziell ausgesuchten Übungen verschiedener bekannter Hundesportarten wie Degility, Mobility, Agility, Obedience, Turnierhundesport, Trick-Dog und Dog-Dance. Im Vordergrund steht körperliche und geistige Beschäftigung für das Mensch-Hund-Team durch Aktivität.

Das Spektrum der Parcours ist einfallsreich. Es reicht von einfachen bis zu an-anspruchsvolleren Übungen. Die vielfältigen Aufgabenstellungen und Varianten innerhalb der Übungen, fördern die Konzentration. Die DGHV-Sporthundausbildung ist eine geistige Herausforderung an Mensch und Hund.

Als zeitgemäße Beschäftigung wird die DGHV-Sporthundausbildung der veränderten Rolle des Hundes vom Gebrauchshund zum Lebensbegleiter und Freizeitpartner des Menschen in einer modernen Umwelt gerecht.

Der Parcours hat kein festes Muster und lässt sich flexibel auf die einzigartigen Bedürfnisse des jeweiligen Mensch-Hund-Teams anpassen. Dieser Hundesport kann von Jung und Alt betrieben werden und ist für Hunde aller Rassen und Altersklassen geeignet.

Durch Koordination von bewussten Bewegungsabläufen werden die Motorik, das Gleichgewicht und die Muskulatur erhalten, gefördert, bzw. wieder aufgebaut. Neben der Prophylaxe eignet sich die DGHV-Sporthundausbildung damit auch speziell für Hunde mit körperlichen Beschwerden oder denjenigen, die rassetypisch nicht so sportlich veranlagt sind.

Die Sportausbildung unterstützt verhaltenstherapeutisches Training. Intensiver ruhiger und geführter Übungsablauf unterstützt, fördert und stärkt das Zusammenspiel im Mensch-Hund-Team. Der Mensch wird in der Körpersprache geschult und übernimmt die Führung. Der Hund lernt, sich am Menschen zu orientieren.
Durch die umfassende Kombination von Bewegungs- und Verhaltensschulung, wird die Sporthundausbildung der Forderung nach Ganzheitlichkeit einer modernen Hundeerziehung in besonderem Maße gerecht.

Die Übungen sind so angepasst, dass neben dem sportlichen Ehrgeiz der Spaßfaktor nicht auf der Strecke bleibt. Die Sporthundausbildung wendet sich damit speziell an diejenigen, die auslastenden Hundesport betreiben möchten, ohne dass daraus Überforderung und negativer Stress wird.